Wir sind aufgerufen, das Bild des neuen Menschen zu gestalten, der unsere Epoche bestimmt, seine neuen Beziehungen zum Mitmenschen, zur Gesellschaft und zur Welt. von seinem Publikum adäquat verstanden werden. Jürgen Schröder hat auf die Analogien zwischen der Aufbaudramatik und den Besserungsstücken der frühen Aufklärungskomödie hingewiesen: klarer Aufbau, simple Eigenschaftspsychologie, klischeehafte Dialoge siehe Jürgen Schröder: Brecht oder Wolf? Es gab kaum eine zeitgenössische Verlautbarung, die der Komplexität des Dramas gerecht wurde.
Müller benutzt häufig rhetorische Stilmittel. im Wechsel mit Senkungen. Jakob Michael Reinhold Lenz: Anmerkungen übers Theater, in: ders.
Diese Formulierung entspricht der parteioffiziellen Sicht von Müllers Kritikern und greift zu kurz. Der letzte Jud kann uns in Scheiben schneiden. Der Deutsche muß zusammenhalten, mein ich. Wenn du ein Gesetz hast beispielsweise: Mit Zuchthaus wird bestraft, wer die Mütze abnimmt vor einem Kulaken. Oder kannst den Bürgermeister an die Wand stelln einfach, der nicht funktioniert.
Unter den männlichen Figuren tritt der Bauer mit Mütze positiv hervor. sieht und die Niet sein Werben nicht gänzlich ablehnt, deutet sich die Möglichkeit einer gleichberechtigten Partnerschaft an. Nicht von der Schwelle, Treiber. Siehe Protokoll der Sektionssitzung Dichtkunst und Sprachpflege vom 18. Die Einordnung der Umsiedlerin in die marxistische Theorie der Komödie wäre ein eigenes Thema.
Der vorliegende Aufsatz behandelt die Interpretation und Rezeption des Eurokommunismus durch die SED von 1968 bis Mitte der Siebzigerjahre. In dieser Zeit nahm die Lehre des Eurokommunismus, durch mehrere westeuropäische kommunistische Parteien vertreten und propagiert, Gestalt an. unweigerlich einen beachtlichen Einfluss nehmen konnte. zeichnete sich von Anfang an durch einen ausgeprägt polymorphen Charakter aus.
Doktrin zunächst ablehnten oder als reine journalistische Erfindung ohne jeglichen politischen Gehalt abwerteten. In der Tat, wenn von Eurokommunismus die Rede ist, würde man automatisch eine in ihren Reihen geschlossene, ideologisch einheitliche Gemeinschaft von in Europa agierenden kommunistischen Organisationen dahinter vermuten. Betrachtet man den Umgang der SED mit der genannten abweichenden Doktrin strikt auf der Ebene der Theorie, so erscheint der Grundton ihrer Definitionen und Interpretationen des Eurokommunismus, welche sich im Laufe der Jahre kaum veränderten, regelrecht vernichtend. Kann man also überhaupt von einer Rezeption des Eurokommunismus durch die SED sprechen? Vollzogen sich konstruktive Auseinandersetzungen bzw. Mitgliedern statt, und wenn ja, in welchem Rahmen?
Außenpolitik zum westeuropäischen Sozialismus vorgenommen werden. Zuvor gilt es aber zu betonen, dass reformkommunistische bzw. strategische Beziehungen zu Vertretern des Eurokommunismus. auf die Zusammenarbeit mit derart Andersdenkenden angewiesen war, umso mehr nach der diplomatischen Anerkennung der DDR Anfang der Siebzigerjahre. wurde durch den jugoslawischen Journalisten Frane Barbieri geprägt und erstmals offiziell in einer Ausgabe der Mailänder Zeitung Giornale Nuovo im Juni 1975 benutzt.
Dabei wollte Barbieri die Praxis einiger westeuropäischer kommunistischer Parteien hervorheben. Der umstrittene Terminus sei jedoch keineswegs bedenkenlos anwendbar, so die damalige Meinung einiger zeitgenössischer Beobachter. mit durchaus ähnlichen Merkmalen unberücksichtigt. Zum anderen sei die Form im Singular irreführend und suggeriere ein Moskau entgegengesetztes, innereuropäisches Zentrum mit politischer und ideologischer Führungsfunktion. Kommunismus deutlich, trieb sie auf die Spitze und leitete schließlich einen Prozess des ideologischen Abdriftens vom Moskauer Alleinvertretungsanspruchs ein, welcher Mitte der Siebzigerjahre seinen Höhepunkt erreichen sollte. Das Verhältnis der SED zu den kommunistischen Organisationen Westeuropas war bis zur Niederschlagung des Prager Frühlings relativ stabil und reibungslos gewesen.
für einen nationalen Weg zum Sozialismus plädiert hatte. Dieses Gesuch, dem auf dem XX. Parteitag der KPdSU nicht stattgegeben und das durch die osteuropäische kommunistische Gemeinschaft scharf kritisiert wurde, konnte der dort kompromisslos bestätigten, mit geballtem Nachdruck erneut propagierten bipolaren Weltordnung und der davon herrührenden Logik der Blöcke lange Zeit nichts anhaben. Dies sollte vor allem anlässlich der Niederschlagung des Prager Frühlings im August 1968 deutlich werden.
vorübergehend die Besetzung der Tschechoslowakei durch Truppen des Warschauer Paktes, nahm aber jegliche Kritik nur Monate später vorbehaltlos zurück. welche an der Gewaltanwendung in der Tschechoslowakei öffentlich Anstoß nahmen und diese auch propagandistisch aufs Schärfste verurteilten. bei denen der Eurokommunismus auch später keine herausragende Rolle spielen sollte, war zwiespältig und Ergebnis der starken internen Meinungsverschiedenheiten, die in beiden Organisationen schon seit Anfang der Sechzigerjahre bestanden. des Eurokommunismus umzugehen pflegten. Die spanischen Kommunisten, deren Partei im Heimatland verboten war, unterhielten in der DDR mehrere Kaderschulen. Mitgliedern und deren Familien nicht nur logistische, sondern auch finanzielle Hilfe und sorgte damit dafür, dass diese handlungsfähig bleiben konnten.
Durch die Intervention in der ČSSR unter Führung der Sowjetunion und die darauf gemünzte aus mehreren westeuropäischen Bruderparteien hagelnde Kritik änderte sich das Verhältnis der SED zum PCE schlagartig. Der Konflikt zwischen dem Mehrheitsvorstand des PCE und der SED über die Prager Frage sollte noch bis Anfang der Siebzigerjahre andauern, als Letztere im Einvernehmen mit der KPdSU die Unterstützung der prosowjetischen Fraktion offiziell aufgab. Die Auswirkungen des Jahres 1968 waren also an Bedeutung kaum zu überschätzen und veränderten die europäische kommunistische Gemeinschaft zusehends. Dabei spielte zweifelsohne auch das Aufkommen des Eurokommunismus in den frühen Siebzigerjahren eine nicht minder entscheidende Rolle. Doch wurde nicht jede KP Westeuropas von ihm erfasst oder grundlegend beeinflusst.
blieben von reformerischen Ansätzen völlig unberührt. meist aus elektoralen Gründen mit dem Reformkommunismus, konnten sich aber nie vollständig von der Moskauer Bevormundung loslösen. Die Basis des sogenannten Eurokommunismus war demnach eine äußerst instabile. worauf später ausführlicher eingegangen werden soll. Der Dialog mit westeuropäischen Partnern war für die SED dennoch von außerordentlicher Bedeutung. Berlin, die im Laufe der Siebzigerjahre in allen europäischen Staaten und in den USA vollzogene diplomatische Anerkennung der DDR nachhaltig abzusichern.
Führung sah sich vor diesem Hintergrund regelrecht dazu gezwungen, Chancen zu ergreifen, um ihren international sonst eher begrenzten Handlungsspielraum zu erweitern. im Westen zu nutzen, um daraus Kapital zu schlagen. und als nützliche Kontaktpartner zu sozialistischen bzw. sowie zu mächtigen Lobbyisten im Europaparlament galten. Hier hatte sich am 16. Oktober 1973 erstmalig eine Fraktion von kommunistischen Abgeordneten gebildet, welcher zunächst italienische, französische und ein dänischer Politiker vorstanden. Zu diesem Zweck und abhängig von der eurokommunistischen Grundausrichtung des jeweiligen Ansprechpartners wählte die SED souverän und gemäß der politischen Lage ihre Weggenossen im Westen.
die abtrünnigen italienischen und spanischen Kommunisten oft den eher konformen französischen Kollegen vorgezogen. Hierauf soll später näher eingegangen werden. Ausschlaggebend für diese Vorgehensweise war das auf dem VIII. Parteitag der SED 1971 präsentierte, neue außenpolitische Konzept. zeugte das neue Programm von einer erhöhten Kommunikationsbereitschaft, auch gegenüber eurokommunistischen Vertretern. So konnten Kontakte wieder aufgenommen und alte, die Kommunikation störende Meinungsverschiedenheiten vorerst auf Eis gelegt werden.
Abteilung für Internationale Verbindungen systematisch aktualisiertes Dossier über seine geschichtliche und ideologische Entwicklung eindrucksvoll beweist. Der Eurokommunismus stellte den Versuch einiger westeuropäischer KPs dar, zwischen dem sowjetischen Realsozialismus und der Sozialdemokratie ein theoretisches und programmatisches Substrat zu schaffen, das den jeweils nationalen Wegen der kommunistischen Parteien gerecht werden und als Alternative zur bürgerlichen Demokratie der westlichen Welt gelten konnte. und innenpolitische Konzepte und Programme. und koalitionsfähig gestaltet werden. die Beziehungen der SED zu ihren westeuropäischen Partnern zumindest formell deutlich erschweren. Die italienische KP hatte sich bereits seit den frühen Fünfzigerjahren durch ihre kritische Haltung gegenüber der Monopolstellung Sowjetrusslands einen Namen gemacht.
Diese Machtposition war einerseits auf ihre maßgebliche Beteiligung an der Resistenza bzw.